Jeden Morgen wandert Wanda zum Fluss und badet. Ja das gibt’s echt noch, dass Leute in einem Fluss baden (können)! Leider sind solche idyllischen Stellen schwer zu finden, denn die allermeisten Flüsse sind viel zu gefährlich zum Baden und Spielen. Flache, sanft plätschernde Flüsse mit Felsen zum Balancieren und Inseln zum Verweilen eignen sich herrlich zum Plantschen, Herumspritzen und Dämme bauen. Sie sind wundervolle Plätze für Familienausflüge! Natürlich sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt an einem Bach oder Fluss spielen!

Ich hatte das Glück an der Lauter aufzuwachsen. Schon als Kind spielte ich an diesem Fluss, wie vor mir mein Vater und sein bester Freund, mein Onkel Erich. Damals spielten alle Kinder am Fluss. Onkel Erich ist mittlerweile 83 Jahre alt. Erich machte als Baby schon Bekanntschaft mit den Gefahren des Flusses, denn seine große Schwester sollte auf ihn aufpassen, spielte aber lieber mit ihrer Freundin. Sie ließ den kleinen Erich schlafend im ungesicherten Kinderwagen zurück. Wie sollte sie auch ahnen, dass ihm Gefahr drohte! Sie war ja noch ein Kind! Erich muss wohl irgendwann aufgewacht sein und im Wagen herumgezappelt haben. Vielleicht war ihm ja langweilig, wie dem kleinen Häwelmann in dem berühmten Märchen von Theodor Storm. Erich hampelte und strampelte, der Kinderwagen wackelte und kam ins Rollen, er rollte die Straße hinunter, mit Karacho die Böschung hinab und brauste schwungvoll in den Fluss hinein. Die Strömung ergriff den Kinderwagen und trieb ihn mit. Erich schaukelte in seinem Wagen wie in einem Schifflein. Sanft wiegten ihn die Wellen.

Flussabwärts blickte jemand zufällig ins Wasser und sah etwas Ungeheuerliches! Ein Kinderwagen schwamm im Strom! Der Retter watete überhastet durchs Wasser und fischte das unversehrte Baby aus dem Fluss. Eine wahre Geschichte über Leichtsinn und unglaubliches Glück! Auch heute noch spielen Kinder an diesem wunderbaren Fluss, jedoch hoffentlich niemals ohne Aufsicht von Erwachsenen!

Spielen deine Kinder auch gerne an fließenden Gewässern?