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Kinderbuch Blog

Eine Regenbogenprinzessin sucht ihre Bestimmung

Von |2024-04-26T17:09:50+02:00September 18th, 2022|Kinderbuch Blog|

Vorzeiten lebte im Land hinterm Regenbogen die Prinzessin Emma Erbse…

…so beginnt die märchenhafte Erzählung über eine Prinzessin, die sich auf eine gewagte Reise begibt, um ihrer Bestimmung zu folgen.

Königskinder sind zentrale Figuren im Märchen. Sie verkörpern darin das Gute und Schöne. Prinzen und Prinzessinnen bestehen schwierige Märchenprüfungen und müssen sich gegenseitig  retten und erlösen. Heldenmütig begeben sie sich auf gefährliche Wanderungen und durchlaufen persönliche Reifeprozesse. Jedes Königskind ist einzigartig und muss seinen eigenen Weg finden.

Traumprinz

knight in shining armour

prince of the white horse

 Du bist meine Prinzessin

denn du bist etwas ganz Besonderes

„Prinz“ gemalt von 4 jährigem Jungen

„Prinzessin“ gemalt von 5 jährigem Mädchen

„Regenbogenprinzessin“ gemalt von 5 jährigem Mädchen

Kinder schlüpfen gerne in andere Rollen beim Spielen. Mädchen und Jungen tragen silberne Rüstungen, rosa Prinzessinnenkleider, goldene Röcke, schmücken sich mit glitzernden Ketten und prächtigen Kronen. Sie identifizieren sich mit ihren starken Helden und attraktiven Vorbildern aus Märchen und Filmen. Im Rollenspiel können Träume gelebt werden!

Kinder lieben märchenhafte Erzählungen!

Ein friedliches Regenbogenland mit einer farbenfrohen Vielfalt an rundum zufriedenen Bewohnern, wäre ein schöner Wunschtraum!

Eine einzige, bescheidene Prinzessin ist schon unterwegs und tut was sie kann!

Sie kommt aus dem Regenbogenland, wo die Sonne und der Regen Freunde sind.

Wenn du mit der Sonne im Rücken auf eine Regenwand schaust, siehst du den Regenbogen. Der Regenbogen ist die sichtbar gemachte „Freundschaft“ zwischen Sonne und Regen.

„Solange die Erde stehet,

soll nicht aufhören Samen und Ernte,

Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

1.Mose 8:22

ausgemalt von 6 jährigem Jungen

ausgemalt von 5 jährigem Jungen

ausgemalt von 4 jährigem Jungen

Königskinder sind so vielfältig wie das Leben.
Es gibt Blumenprinzessinnen, Waldelfenprinzen, Regenprinzessinnen, edle Ritter…
Und was möchtest du sein?

Challenge: Draw this in your style

Wie soll deine Prinzessin aussehen?

Zaubere dir dein eigenes Regenbogenland!

Mäuse und Ratten

Von |2021-05-25T19:14:20+02:00Mai 19th, 2021|Kinderbuch Blog|

Wie die Ratte Mercedes ins Dorf Au kam

…und das war nicht mit einem Mercedes und auch nicht per Rattenpost

Maulwurf Gregor saß in einer klaren Nacht auf seinem Maulwurfshügel und genoss die kühle Brise. Der Mond leuchtete so silbern, dass es aussah, als ob Schnee gefallen wäre. Da kam eine Ratte daher gehumpelt, die einen ungepflegten Eindruck machte. Sie sprach ihn an:

„Hey Kumpel! Wüste Gegend hier! Ich heiße Mercedes und bin total erledigt, weil ich schon tagelang herumirre und kein Fressen finde.“

„Ach bitte setzen Sie sich doch, verehrte Ratte Mercedes“, sagte der Maulwurf, „ich habe Sie hier noch nie gesehen!“

Die Ratte seufzte und erzählte:

„Ich komme von weit, weit her und weiß nicht, ob ich jemals wieder den Weg zu meiner Familie nach Hause finden werde. Denn eigentlich wohnte ich in einem riesigen Tunnel in der Großstadt.“

„Oh, wie schön“, freute sich der Maulwurf, „ich wohne auch in einem Tunnel!“ Er deutete nach unten zum Eingang seines Tunnels inmitten des Maulwurfhügels.

Die Ratte schnüffelte neugierig ins Loch und schwärmte: „Mhhm, hier riecht’s lecker nach Pommes und Würstchen!“

„Pommes und Würstchen?“, wunderte sich Maulwurf Gregor, „was soll denn das sein?“ Er verschwand im Tunnel und kam mit Regenwürmern und einer Kartoffel zurück.

Hungrig verschlang die Ratte beides, rülpste behaglich und verkündete immer noch schmatzend:

„Fast so lecker wie in meinem Mülleimer!“

Gregor schnaubte entrüstet: „Unverschämtheit, ich fresse doch keinen Müll! Das war alles frisch aus der Erde!“

„Meine Rattenfamilie wohnte in einem Mülleimer“, erklärte die Ratte schnell, „in der Stadt werfen die Menschen ihr Essen in den Müll. Wir mussten nie Fressen finden, mehr oder weniger landete alles auf unserem Kopf: Bananen, Brötchen, Eis, Ketchup. Echt toll, was die Menschen alles fortschmeißen!“

„Und warum sind Sie dann nicht in Ihrem großartigen Mülleimer geblieben?“, fragte der Maulwurf.

„Ja, das ist eine lange Geschichte!“, seufzte Mercedes bekümmert. Gregor bemerkte ihre Traurigkeit und schob der Ratte zum Trost einen Apfel zu.

„Ich liebe lange Geschichten!“, erklärte der Maulwurf und blickte Mercedes erwartungsvoll an. Die Ratte schniefte, putzte sich mit ihren Pfoten die Schnauze und erzählte:

„Ich wohnte mit den anderen Ratten unter der Großstadt in einem riesigen S- Bahn-Tunnel. Wir Ratten fürchteten uns sehr vor den ständig heranbrausenden S- Bahnen. Die einfahrenden Züge zischten wie Riesenschlangen und sahen auch so aus. Spätestens, wenn sie mit lautem Kreischen bremsten, flohen wir in einen Mülleimer. Es gab auch viele Menschen im Tunnel, aber von ihnen drohte keine Gefahr, weil sie nur auf und ab hasteten. Sobald sie herumstanden glotzten sie alle angestrengt in so ein Ding in ihrer Hand. Nein, die Menschen waren sehr beschäftigt und bemerkten uns nicht.

Eines Tages war es ruhiger im Tunnel. Nur wenige Leute und ein Mädchen mit einem Hund standen auf dem Bahnsteig und warteten auf eine Eisenbahnschlange. Ich ging spazieren, pfiff ein Rattenlied und war guter Dinge. Keiner nahm Notiz von mir.

@naschbaerbauch

Da riss sich plötzlich der Hund los und jagte bellend hinter mir her.

Das Mädchen rief: „Fips, komm sofort hierher!“ Aber der Hund hörte nicht und verfolgte mich!

Ein Lautsprecher ertönte: „Vorsicht am Gleis 2: Zug nach Au fährt ein!“ Die herannahende Eisenbahnschlange kreischte. Ich wollte mich im Mülleimer in Sicherheit bringen, doch der Hund schnitt mir den Weg ab. Panisch flitzte ich in Zick- Zack- Linien.

„Wau, Wau!“, bellte der Hund und schnappte nach mir. Er packte mein Hinterbein, doch ich entriss es ihm schmerzhaft. Mit einem gewagten Sprung entkam ich den Fängen des Hundes und verschwand- im Rachen der Riesenschlange! Ich hatte solche panische Angst und mein Herz schlug wie verrückt. Ich flitzte den Gang entlang so schnell ich konnte, wollte irgendwohin fliehen, da wurde ich plötzlich in eine Ecke geschleudert! Zitternd und bebend lag ich auf dem Rücken und stellte mich tot. Hin und her, vor und zurück rutschte mein schreckstarrer Körper! Ich dachte, ich müsste sterben! Lange lag ich wie tot im Bauch der Riesenschlange. Trotz meiner Angst gewöhnte ich mich an ihre Geräusche und Bewegungen. Irgendwann schliefen wir, die Schlange und ich. Im ersten Morgengrauen riss sie ihr mächtiges Maul auf und ich floh!

Rannte ziel- und planlos durch die Straßen, überall lauerten Gefahren, ich duckte mich in Ecken und Winkel und fand in einer Hauswand ein Loch! Mein neues Zuhause!

Der leckere Geruch von Futter lockte mich zu einem Hamsterkäfig im Kinderzimmer. Sehnsüchtig schnuppernd stand ich davor. Ich pfiff leise nach Rattenart:

„Hey, Wühler, schmeiß ‘mal Essen rüber!“ Der fette Hamster stopfte sich blitzschnell mit Körnern die Backen voll.

„Hab nichts!“, mampfte er dann.

„Mit vollem Munde spricht man nicht!“, zischte ich und wandte mich verächtlich ab.

Da waren nackte fleischige Zehen, direkt vor meiner Nase! Ich schoss in Deckung. Aber bald merkte ich, dass mir keine Gefahr drohte.

„Oh wie süß!“, sagte ein Kind mit sanfter Stimme“, ein Mäuschen!“

Das Kind dachte ich wäre eine Maus! Es baute mir ein Kartonhäuschen mit einem echten Fellbettchen. Ich durfte aus Puppengeschirr fressen und ließ mich sogar streicheln. Das war eine schöne Zeit!

Eines Tages aber, entdeckte mich die Mutter und warf urplötzlich eine Decke über mein Häuschen. Ich war gefangen! Sie ließ mich auf einem Acker mitten in der Pampa frei. Tagelang irrte ich hungrig herum. Nirgends gab es Mülleimer oder Hamsterfutter! Ich wäre wohl bald verhungert! In Wald und Feld zu überleben, hatte ich nie gelernt. Ich war ganz abgemagert als ich endlich im Dorf Au eintraf“, erzählte die Ratte Mercedes.

„Liebe Mercedes, warum wohnen Sie nicht einfach bei mir?“, schlug der Maulwurf vor, „ich würde mich freuen! Im Winter ist es in meiner Höhle recht einsam und zum Fressen gibt’s genug.“

So verbrachte Maulwurf Gregor einen vergnüglichen Winter mit der Ratte Mercedes bis sie im Frühjahr den Rattenkönig heiratete und auf die Ratteninsel zog.

Maulwurf Gregor und Ratte Mercedes blieben jedoch für immer gute Freunde.

Die schlaue Maus

Mäuse sehen sehr niedlich aus und sind beliebte Akteure in unzähligen Kindergeschichten. Tatsächlich wäre ich lieber eine Katze als eine Maus!

Die Maus hat viele Feinde: Katzen, Wanderratten, Steinmarder, Eulen, Greifvögel, Wiesel, Marder, Iltis, Igel und Füchse. Mäuse leben sehr gefährlich und gelten auch als Schädlinge. Mäuse sind aber nicht immer schädlich, denn im Garten  fressen sie auch Insekten, Larven, Schnecken und Würmer.

Solange die Mäuse schön draußen bleiben, sind sie mir egal, aber im Haus nerven sie unerträglich. Sie nagen und knabbern alles an und setzen auf Schritt und Tritt ihre ekligen Köttel ab! Sie schlüpfen überall rein und kommen überall hin und ihr nächtliches Rascheln verursacht Gänsehaut-Alpträume.

Man sollte ja meinen, mit einem tüchtigen Kater sind Mäuse im Haus kein Thema! Das Gegenteil ist der Fall, denn mein Kater Pocky gibt gerne mit seinem Jagderfolg an und bringt lebendige Mäuse in die Küche! Vorzugsweise nachts, wenn alle schlafen!

Eines Nachts brachte uns Pocky  diese Supermaus, die seinen Krallen entkam und fortan in der Einbauküche, hinter den Essensvorräten hauste. Na toll! Wochenlang spielten wir Katz und Maus mit ihr, während unser Kater jegliches Interesse an der hinter Schränken herumhuschenden Maus verloren hatte.

Unsere allererste Maßnahme war, sämtliche Nahrungsvorräte in den Keller zu schaffen und die Küche zur krümelfreien Zone zu erklären. Wir stellten daraufhin unterschiedliche gängige Lebendfallen auf, die mit den verschiedensten Leckereien bestückt wurden.

Das Mäuschen bediente sich eifrig am Buffet, entkam aber stets den modernen Fangmechanismen. Wie schaffte sie das nur? Nussnougatcreme fand sie besonders lecker! Ich wurde sogar meinen Prinzipien untreu und stellte eine scharfe Totschlägerfalle mit Schokocreme auf- die Falle schnappte zu- die Schokocreme war weg und die Maus auch!

Die Supermaus

eine Geschichte in Bildern

Pocky auf der Jagd

Pocky fing nachts eine Maus und spielte mit ihr in der Küche. Die Maus entkam ihm und wohnte fortan hinter den Vorratsschränken.

Hinter der Einbauküche hauste die schlaue Maus.

Supermaus bediente sich aus sämtlichen Lebendfallen.

Selbst von einer tödlichen Schnappfalle schleckte sie die Nuss-Nougat-Creme weg.

Meine erste „Selfmade“ Mausefalle…

Eine Freundin: „Ich würde nur einen Stock verwenden“

Ich: „Vielleicht traut sie sich dann nicht, du musst wissen, wir haben es mit einer intelligenten Maus zu tun!“

2. Freundin: „Ich bin gespannt“

3. Freundin: „Ich drücke die Daumen“

…war ein totaler Reinfall!

Ich schmierte Schokocreme auf den Schwingdeckel eines Mülleimers.

Einen Tag später hörte ich ein Plumpsgeräusch.

Habe den Eimer rausgetragen- was war drin?

  1. Freundin: „Oh je! Das wird nix! Die ist zu schlau!“
  2. Freundin: „Wände mit Öl beschmieren?“
  3. Freundin: „Mach der klugen Maus doch ein nettes Weihnachtsgeschenk und stell ’nen mini Tannenbaum dazu!“                                                              Ich: „Sobald ich sie gefangen habe bringe ich sie dir, dann könnt ihr Weihnachten feiern!“                                                                                                              „Nein, meine dürfen nur in die Pergola! Das sind Erlebnisse aus vergangenen Zeiten!“

„Eine sogenannte Duplo- Falle! Bissle hat die Maus geknabbert, halte euch auf dem Laufenden!“

Kommentar von Freundin: „Ohh neeeeeeeee!“

Kommentar: „Endlich!“

Ich: „Wollte noch Weihnachten feiern mit uns!“

Kommentar: „Herzlichen Glückwunsch! Und allen einen guten Rutsch“

Aber: Ist sie wirklich drin?

Tschüß kleine Supermaus und viel Glück auch weiterhin! Bin soo froh, dass meine Schnappfalle nicht funktioniert hat und ich dich jetzt freilassen kann!

Basteln

Aus Märchenwolle kann mit Kindern vereinfacht ein ausgehöhlter Apfel oder eine Höhle für Maulwurf oder andere Tiere gefilzt werden. (Je nach Alter des Kindes, braucht es Hilfe)  Material: Märchenwolle bzw. Rohwolle, Luftballon, reine Wollefäden in derselben Farbe wie die Märchenwolle, einen großen, alten Socken, Kernseife, Filznadel

  1. Luftballon aufblasen in der Größe, der geplanten Aushöhlung
  2. Wolle-Flocken (ungesponnene Wolle/Märchenwolle) über den Luftballon legen und mit Seifenwasser glatt streichen. So den Luftballon in mehrere Lagen Märchenwolle einpacken
  3. Wollefaden in derselben Farbe darüberbinden, um die Wolle fest mit dem Luftballon zu verbinden
  4. Nochmals eine ausreichende Lage Märchenwolle darüberlegen, um die Fäden zu verdecken, dann evtl. in der nächsten Farbe weiterarbeiten. Zuletzt immer die Wollfäden mit Märchenwolle verstecken
  5. Der fertige Wolleball wird fest in einen alten Socken reingesteckt und dieser so verknotet, dass die Ballform erhalten bleibt (ein sehr großer Ball wird in ein Geschirrtuch/eine Stoffwindel fest eingebunden)
  6. Der Socken wird in der Waschmaschine 40 Grad mit Vollwaschmittel verfilzt
  7. Später kann eine Höhle reingeschnitten werden und der Luftballon wird entfernt
  8. Mit einer Filznadel wird evtl. noch ein Stiel und ein Blatt drangefilzt

Regengeschichten

Von |2021-05-24T18:47:55+02:00März 21st, 2021|Kinderbuch Blog|

Manchmal braucht’s nur das richtige Wetter, damit ein langweiliger Spaziergang zum Abenteuer wird!

 Am Waldhaus

Dieses Kapitel im Kinderbuch: „Die Erdis“ beruht auf Tagebucheintragungen

6. Juli 1996 und von Sommer keine Spur. Seit Wochen ist es kalt und regnerisch, die letzten 24 Stunden regnete es ununterbrochen. 10 Grad Temperatur und unsere Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Was machen wir nur heute?

Ich denke: „Nur nicht ‘raus in dieses ungemütliche Wetter.“

Sturmböen peitschen die armen Pflanzen auf unserem Hochhausbalkon. Die Clematis hat eine Pilzerkrankung, der Gummibaum verliert ständig Blätter. Ich habe Lust auf Bratäpfel…“

„Wir wollen raus!“, rufen Lotte 6J. und Max 3J…

Wir steigen den steilen Pfad zum Wald hinunter, da erleben wir eine Überraschung…

In der Senke ist der Bach über die Ufer getreten. Die Wiese, der Weg, der Sitzplatz mit den Bänken, alles ist überflutet…

Neben dem Weg ist ein Bach entstanden. Er wird gespeist von einem anderen eilig fließenden Bergbächlein, das über Wurzeln, zwischen Büschen und im Waldboden sich einen Weg sucht. Ein paar Meter weiter ist mitten zwischen den Bäumen ein kleiner See entstanden…

Im Waldheim läuft der Bach flach ausgebreitet wie ein nasser Teppich übers Fußballfeld, er läuft über die kleine Brücke und jagt untendurch, plätschert verspielt Treppen hinunter, donnert das Bachbett entlang und kommt am Ende schäumend in der Wiese zur Ruhe. Ganze Schaumberge haben sich dort gesammelt…

Die Fotos an den Originalplätzen in Stuttgart Botnang/ Waldheim Johannesgarten sind vom 11. Juni 2020.

Der Bach ist  jetzt ausgetrocknet und mit Brennnesseln überwuchert.
Aber wenn’s mal wieder so viel regnet, dann spielen wir verrückten Wasserfußball auf dem überfluteten Spielfeld im Johannesgarten! 

@naschbaerbauch

Oder

wir werden zu

Seebären!

Bäriges Wetter!

eine Regengeschichte von Sylvia Barner

Bär stapft missmutig durch die Wiese. Erschrocken fliehen Heuschrecken nach allen Seiten. Bär brummt ärgerlich vor sich hin:

„Blöde Sonne, doofe Blumen, dumme Insekten!“

Eine Biene hat ihn gehört und summt drohend um seine empfindlichen Ohren herum.

„Geh weg!“, schreit der Bär und schlägt mit der Tatze nach ihr.

Die Biene fliegt noch einen gezielten Angriff auf seine Bärennase, nur um ihn zu ärgern und macht sich dann davon.

„Ich will nicht draußen sein! Ich will heim und meine Ruhe!“

Aber daheim ist die Ziege Grete. Die Ziege sitzt ihm gegenüber auf einem Balken vom Fachwerk und meckert die ganze Zeit.

„Daheim ist’s nicht auszuhalten!“, schimpft der Bär, „wenn Grete sich langweilt, dann schickt sie mich los und befiehlt mir, ein spannendes Abenteuer zu erleben! So ein Blödsinn! Soll sie doch selber raus!“

Aber mit der Ziege kann man nicht verhandeln. Die Ziege ist kompliziert.

Der Bär seufzt und setzt sich ins Gras.

„Ist das anstrengend!“

Er streckt sich aus. Ein wunderschöner Schmetterling flattert über ihm im Kreis herum. Der Bär schläft ein.

Irgendetwas brummt dröhnend. Es grollt dunkel und bedrohlich. Klatsch! Landet ein riesiger Tropfen auf Bärs Nase!

Krach, Bumm, Plitsch, Platsch, Plidder, Pladder!

Bär kann sich gar nicht so schnell aufrappeln wie die Regentropfen auf ihn herunterprasseln!

„Hilfe!“, japst der Bär, rennt kopflos irgendwo hin, bleibt stehen und überlegt:

„Bin ich eigentlich waschbar?“

Bär ist nämlich ein Stofftier. Er schüttelt sich und Regentropfen stieben in alle Richtungen.

„Sicher ist sicher!“, brüllt er und rennt wieder los, „ich will schließlich nicht kaputtgehen!“

Er hat einen Plan. Da drüben ist ein Tunnel. Endlich ist er drin. Drinnen sitzt schon eine Kröte. Der Tunnel ist nicht groß, aber groß genug!

Doch die Kröte will den Tunnel mit niemandem teilen.

„Bären lieben Wasser!“, quäkt die Kröte. Der Bär soll weg, sie will alleine sein!

„Kröten auch!“, erwidert der Bär genervt. Schon wieder so eine Besserwisserin!

„Du bist sowieso schon nass!“, quakt die Kröte.

„Und du bist nicht nass genug!“, entgegnet der Bär.

„Ich bin giftig!“, droht die Kröte.

„Das merke ich!“, brummt der Bär und setzt sich extra direkt neben sie, „beiß mich ruhig, ich bin aus Stoff!“

„Was heutzutage so alles unterwegs ist! Kuscheltiere! Das sollte verboten werden!“, die Kröte stöhnt schwülstig und dreht sich extra weg. Bleibt aber an ihrem Platz sitzen.

Der Bär bleibt auch da sitzen, obwohl er sich ein bisschen vor der Kröte ekelt. Nach einer Weile rückt er heimlich wieder ab.

Die Kröte stiert in den Regen hinaus. Was hat sie nur?

„Da ist mir meine Ziege lieber“, denkt der Bär und überlegt dann, „niemand ist ohne Grund so garstig! Vielleicht hat die Kröte einen Kummer?“

Ein großer Kopf erscheint in der Tunnelöffnung und eine Kuh fragt mit sanfter Stimme:

„Kann ich reinkommen? Ich habe Angst vor dem Gewitter!“

Plötzlich blitzts und als der Donner kracht ist sie schon drin. Die Kuh duckt sich aber ihr Rücken schrappt an der rauen Decke entlang. Sie kauert sich hin.

„Raus hier!“, kreischt die Kröte.

Jetzt ist der Tunnel zu klein.

Der Bär sitzt direkt vor dem Kuheuter und starrt auf die Zitzen. Die Kröte funkelt böse in die riesigen Kuhaugen. Keiner kann sich mehr bewegen.

Es regnet stärker und ein kleiner Bach fließt an der Kuh entlang durch den Tunnel.

„Es tut mir so leid“, muht die freundliche Kuh.

Die Kröte schaut in das liebe Kuhgesicht und plötzlich füllen sich ihre wunderschönen Goldaugen mit dicken Tränen. Die Kröte schluchzt und quäkt und jammert:

„Meine Kinder sind tot, alle sind tot! Ihr Wasserloch ist ausgetrocknet! Der Regen kommt zu spät, sie sind alle heute Morgen gestorben!“

Tröstend leckt eine riesige Kuhzunge die salzigen Krötentränen fort.

„Wo ist das Wasserloch?“, fragt Bär, die Kröte zeigt nach vorne. Bär läuft aus dem Tunnel, über den Weg, klettert über einen kleinen Erdwall und guckt nach unten. In einer winzigen Pfütze wuseln wie wild, viel zu viele Kaulquappen.

„Die Kaulquappen leben, aber sie haben zu wenig Wasser!“

Der Regen prasselt nieder aber es hilft nichts.

„Ich kann mich quer hinlegen und das Wasser hinter meinem Rücken stauen!“, bietet die Kuh an.

„Ich grabe ein Loch in den Erdwall“, ruft der Bär und fängt an zu buddeln. Der strömende Regen ist ihm egal.

„Ich baue aus Steinen einen Kanal für das Wasser!“ Emsig schleppt Mutter Kröte Steine an und formt ein Flussbett. Immer wieder vergewissert sie sich, dass die Kaulquappen wirklich leben. Als der Bär und die Kröte fertig sind, staut sich schon ein kleiner See hinter der Kuh. Und dann steht sie auf.

Wassermassen strömen durch den Kanal und die Öffnung und füllen das Wasserloch bis zum Rand. Mit einem glückseligen Quaken springt Mama Kröte kopfüber zu ihren Kindern, die sich quicklebendig im frischen Wasser tummeln.

Jetzt scheint wieder die Sonne. Bär, Kröte und Kuh verabschieden sich und jeder geht seines Weges.

Zuhause wartet Ziege Grete schon ungeduldig auf ihren Bär und seine spannende Geschichte. Aber zuerst muss Grete auf Bärs Zettel nachlesen, ob er waschbar ist.

Doch eigentlich weiß er es schon.

Möchtest du die Geschichte anhören?

Pfützenwelt

Fingerspiel von Sylvia Barner

Hab‘ eine Pfütze im Garten,

die ist klitzeklein

kommt eine Biene zum Trinken,

die findet das fein.

Es regnet und regnet,

Die Pfütze wird groß!

Wir springen ins Wasser,

das spritzt ganz famos!

Fünf kleine Spatzen

flattern zwitschernd herbei

sie treffen sich an der Pfütze

zur Familienplantscherei!

Zur Pfütze kommen Schwalben

und holen sich Lehm

zum Bau ihres Nestes

das ist für Schwalben bequem

Still und tief steht das Wasser

in der Pfütze schon lang

bis nachts im Mondschein

eine Kröte reinsprang.

Noch eine kam dazu,

Die lass ich in Ruh!

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Die Ziege Grete mag Bären. Bei Bärenwetter besucht sie den alternativen Bärenpark Schwarzwald.

Buchrezensionen

Barbara Haupt, Tomek Bogacki Nord-Süd Verlag 1991

Plötzlich war er da, der kleine Florino. Mitten auf dem Marktplatz tanzte er barfuß durch den Regen und schnappte mit der Zunge nach den Tropfen. Wie Florino Regentropfenfänger wird und aus der Musik des Regens eine wunderschöne Melodie zaubert, wie er alle Menschen auch bei Regen fröhlich macht, erzählt diese heitere, fantasievolle Geschichte.

Lädt ein zum Regentropfenmusik spielen! Das zauberhafte Buch ist leider nur noch antiquarisch erhältlich.

Sam Usher, Meike Blatnik (Übersetzerin) Annette Betz Verlag 2017

»Als ich heute Morgen aufgewacht bin, hat es geregnet!«
Was gibt es Schöneres für einen kleinen Jungen, als bei strömendem Regen draußen zu sein? Aber Opa hat andere Pläne:
Er möchte warten, bis es aufhört zu regnen. Als die beiden endlich vor die Haustür können, beginnt eine fantastische Reise …
Jeder Regentag ist ein Abenteuer!

Faszinierende Bilder von der im Regen versinkenden Straße! Ein wundervolles Bilderbuch ab 4 Jahren!

Baumhäuser im Dornröschenschlaf

Von |2021-05-17T17:25:38+02:00Februar 12th, 2021|Kinderbuch Blog|

Auf dem Knollenberg gab es wilde Ecken und geheimnisvolle Winkel. In dichtem Gestrüpp lagen verlassene Lager und verfallene Baumhäuser im Dornröschenschlaf.

„Tief im Unterholz steht eine uralte Fichte, dort ist das Baumhaus von Mama, als sie klein war“, erzählte Papa, aber sie konnten es nie finden.

(Textauszug: Die Erdis)

Danny und Jonas (Namen wurden geändert) hatten zwischen Hecken aus abgestorbenen Ästen eine Spielhütte gebaut. Sie spielten Ötzi und bastelten eine Ötzi- Trage aus zwei langen Ästen und Sackleinen. In der Abenddämmerung kauerten sie mucksmäuschenstill in ihrem Versteck und beobachteten Kaninchen (oder Hasen), die in der Hecke Schutz suchten. Das Spiel endete eines Tages jäh, als Waldarbeiter, die bei Auslichtungsschnitten angefallenen Äste auf ihrem Spiellager aufschichteten und anzündeten. Jonas und Danny standen dabei, als die Arbeiter, in ihre Richtung lachend, die Ötzi- Trage ins Feuer warfen.

Danny und Jonas spielten nie mehr miteinander noch bauten sie jemals ein Lager, aber heute sind sie beide Naturschützer.

Wo können Kinder heute noch selbst Baumhäuser oder Buden bauen und draußen richtig spielen? Oft nicht einmal mehr im eigenen Garten! Worauf man im tiefen Unterholz so stößt, ist meist verfallen und verwaist. Vor nicht so langer Zeit war es normal, draußen herumzustromern und die Natur zu erkunden. Gerne erinnern wir uns an unsere Höhle in der Hecke oder den Apfelbaum mit Sitzplatz zum Schmökern.

In Wohngebieten gibt es wohl Spielplätze, es mangelt aber vielerorts an wildem Grün, sowie an der Akzeptanz fürs Bespielen von freien natürlichen Flächen. Dank verschiedener Initiativen fürs draußen Spielen, zeigen sich jedoch heute wieder zaghafte Spuren von freiem Spiel in der Natur.

Hoffnung machen die Naturkindergärten und verschiedene Naturprojekte für Draußenkinder in der Stadt und auf dem Land!

Kinder hinterlassen Spuren in der Natur

und wenn ich diese verlassenen Lager anschaue werde ich ein bisschen wehmütig,

denn wir befinden uns in einer Art Dornröschenschlaf und es ist sehr still.

Ich vermisse euch und freue mich auf

Kinderlachen und ausgelassenes, unbeschwertes Kinderspiel

sichtbar und hörbar und überall!

Einstweilen vergnügen wir uns alle im Schnee!

@naschbaerbauch

Oder wir machen erstmal Winterschlaf, bis die Pandemie vorbei ist!
„Mama, I need another story, Mama!
Mama, I need a glas of water, Mama!

Mama, wake up! I’m cold!

Mama, I want to snuggle up near you!

Mama, I need a cosy bed, Mama!

Mamaa…!“

@naschbaerbauch

Kaum hundert Jahre ist es her, da schrieb Joyce Lankester Brisley eine bezaubernde Geschichte über ein Baumhaus, und weil es keine deutsche Übersetzung gab, habe ich sie aus dem Englischen übersetzt. Viel Spaß beim Lesen oder beim Zuhören!

MILLY-MOLLY-MANDY FINDET EIN NEST

Es war einmal an einem warmen Sommermorgen, als Onkel schnell zur Hintertür des schönen weißen Häuschens mit dem Strohdach kam und von der Küche aus rief: „Milly-Molly-Mandy!“

Milly-Molly-Mandy, ein großes Bündel Wäsche für Mama tragend, kam gerade nach unten und rief zurück: „Ja Onkel?“

„Komm! Schnell!“, sagte Onkel und ging wieder zur Hintertür hinaus. Milly-Molly-Mandy konnte sich nicht vorstellen, was Onkel von ihr wollte, aber es hörte sich so aufregend an, dass sie das große Bündel in Eile auf die Treppe fallen ließ und den Gang hinunterrannte. Aber als sie ankam, dachte sie, sie sollte das große Bündel nicht auf der Treppe lassen, damit nicht jemand im Halbdunkel darüber stolpert; also rannte sie in Eile wieder zurück und holte das große Bündel herunter und rannte damit zur Küche. Aber sie hatte es so eilig, dass sie einige Dinge aus dem großen Bündel fallen ließ und wieder zurücklaufen und sie aufheben musste. Aber schließlich brachte sie sie alle auf den Küchentisch, dann rannte sie zur Hintertür heraus und sagte: „Ja, Onkel? Was ist los, Onkel?“

„Milly-Molly-Mandy“, sagte Onkel und schritt mit seinen Brettern und seinem Werkzeugkasten über das Gras.

„Ich habe ein Nest gefunden.“

„Was für ein Nest?“ sagte Milly-Molly-Mandy und hüpfte ein wenig, um mit ihm Schritt zu halten.

„Milly-Molly-Mandy“, sagte Onkel,“ ich denke eher, es ist ein Milly-Molly-Mandy-Nest.“

Milly-Molly-Mandy blieb stehen und starrte Onkel an, aber er schritt mit seinen Brettern und seinem Werkzeugkasten weiter, als wäre nichts. Dann begann Milly-Molly-Mandy in großer Eile auf und ab zu springen und sagte:

„Was ist ein Milly-Molly-Mandy-Nest, Onkel? Wie sieht es aus, Onkel? Wo ist es, Onkel? Du musst es mir sagen!“

„Nun“, sagte Onkel, „du solltest wissen, was ein Milly-Molly-Mandy-Nest ist, schließlich bist du selbst eine Milly-Molly-Mandy. Es ist oben in der großen alten Eiche unten an der Wiese.“

Also stürmte Milly-Molly-Mandy zu der großen alten Eiche unten an der Wiese, aber sie konnte keine Art von Nest sehen, nur Onkels gegen den Baum gelehnte Leiter. Onkel stellte die Bretter und den Werkzeugkasten vorsichtig auf den Boden, dann stellte er die Leiter gegen die große alte Eiche, dann hob er Milly-Molly-Mandy auf und trug sie die Leiter hoch und setzte sie auf einen schönen sicheren Ast. Und dann sah Milly-Molly-Mandy, dass es eine große Mulde in der großen alten Eiche gab (die in der Tat eine sehr große alte Eiche war). Und es war so eine große Mulde, dass Onkel selbst richtig hineinkommen und ziemlich viel Platz übriglassen konnte.

„Nun, Milly-Molly-Mandy“, sagte Onkel, „kannst du dich auf diesen Ast setzen und ein bisschen zwitschern, während ich dein Nest in Ordnung bringe.“

Dann ging Onkel die Leiter hinunter und brachte einige der Bretter und den Werkzeugkasten hoch, den er an seinem Griff an einen hervorstehenden Ast hing. Und Milly-Molly-Mandy sah zu, während Onkel Bretter abmaß und sie sägte und sie einpasste und Nägel hineinhämmerte bis er einen schönen Flachboden in den Hohlraum der alten Eiche gemacht hatte, so dass es aussah wie der schönste kleine Märchenraum, den du jemals gesehen hast!

Dann zog er Milly-Molly-Mandy vom Ast, wo sie vor Aufregung gezwitschert hatte wie der größte Spatz, den du jemals gesehen hast (nur, dass du nie einen Spatzen in einem rosa-weiß gestreiften Baumwollkleid gesehen hast), und hievte sie in die Mulde.

Und Milly-Molly-Mandy stand auf dem schönen flachen Boden und berührte die lustigen braunen Wände der großen alten Eiche im Inneren, schaute aus der Öffnung auf das Gras unten und dachte, ein Milly-Molly-Mandy-Nest sei der schönste und aufregendste Ort auf der ganzen Welt!

Genau in diesem Moment, wen sollte sie am Ende der Wiese die Straße entlang wandern sehen, als ihre kleine Freundin Susan!

„Susan!“ rief Milly-Molly-Mandy so laut sie konnte und winkte so fest sie konnte. Und die kleine Freundin Susan guckte über die Hecke.

Zuerst sah sie Milly-Molly-Mandy nicht in ihrem Nest, und dann tat sie es, und sie sprang auf und ab und winkte und Milly-Molly-Mandy winkte ihr zu, und die kleine Freundin Susan rannte zum Wiesentor und konnte es nicht so eilig öffnen und versuchte durchzukommen und konnte nicht, weil sie zu groß war und begann drüber zu klettern und konnte nicht, weil es ziemlich hoch war. Endlich drückte sie sich durch eine kleine Lücke in der Hecke um die Seite des Torpfostens herum und rannte über die Wiese zu der großen alten Eiche, und Onkel half ihr auf. Und dann saßen Milly-Molly-Mandy und die kleine Freundin Susan zusammen und umarmten sich oben im Milly-Molly-Mandy-Nest.

In diesem Moment kam Vater an der großen alten Eiche vorbei, und als er sah, was los war, holte er sich ein Seil und warf Milly-Molly-Mandy ein Ende zu. Und dann band Vater eine leere Holzkiste an das andere Ende, und Milly-Molly-Mandy zog sie hoch und löste sie und stellte sie wie einen kleinen Tisch in die Mitte des Bodens.

Dann öffnete Mutter, die von der Seite aus zugesehen hatte, das Tor des schönen weißen Häuschens, kam und band einen alten Teppich an das Ende des Seils, und die kleine Freundin Susan zog ihn hoch und breitete ihn wie einen Teppich auf dem Boden aus.

Dann kam Opa und band einige feine reife Pflaumen in einem Korb an das Ende des Seils, und Milly-Molly-Mandy zog sie hoch und stellte sie auf den kleinen Tisch. Dann kam Oma über die Wiese und brachte ein paar alte Kissen mit, und sie band sie an das Ende des Seils, und die kleine Freundin Susan zog sie hoch und arrangierte sie auf dem Teppich. Dann kam Tante, und sie band eine kleine Blumenvase an das Ende eines Seils, und Milly-Molly-Mandy zog sie hoch und stellte sie in die Mitte des Tisches.

Und jetzt war das Milly-Molly-Mandy-Nest richtig eingerichtet, und Milly-Molly-Mandy hatte es so eilig, Billy Blunt dazu zu bringen, es zu sehen, dass sie kaum schnell genug davon runterkommen konnte.

Mutter sagte: „Du kannst die kleine Freundin Susan und Billy Blunt bitten, dort oben Tee zu trinken, wenn du möchtest, Milly-Molly-Mandy.“

Also rannten Milly-Molly-Mandy und die kleine Freundin Susan sofort los und hüpften und sprangen zum Moggs-Häuschen (damit die kleine Freundin Susan Frau Moggs, ihre Mama, um Erlaubnis bitten konnte) und ins Dorf zu Mr. Blunts Maisladen (um Billy Blunt zu fragen), während Onkel Stufen an der großen alten Eiche befestigte, damit sie leicht zum Nest klettern konnten.

Und noch am selben Nachmittag um fünf Uhr saßen Milly-Molly-Mandy und die kleine Freundin Susan und Billy Blunt und tranken Milch aus drei kleinen Bechern, aßen Brot mit Marmelade und Lebkuchen von drei kleinen Tellern und fühlten sich einfach so aufgeregt und bequem und glücklich wie auch immer sie sein konnten, hoch oben im Milly-Molly-Mandy-Nest.

JOYCE LANKESTER BRISLEY 1928

Milly-Molly-Mandy Finds a Nest

JOYCE LANKESTER BRISLEY

Once upon a time there was a little girl. She had a Father, and a Mother, and a Grandpa, and a Grandma, and an Uncle, and an Aunty; and they all lived together in a nice white cottage with a thatched roof. This girl had short hair, and short legs, and short frocks. But her name wasn’nt short at all. It was Millicent Margaret Amanda. And because they couldn’t very well call out „Millicent Margaret Amanda!“ everytime they wanted her, so they shortened it to „Milly-Molly-Mandy“…

Thank you very much Jenny, for kindly sharing your reading aloud on your YouTube Video!

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Ritterwelten

Von |2021-06-04T15:33:46+02:00Dezember 28th, 2020|Kinderbuch Blog|

Und es gibt sie doch noch, die Ritter! Der Möchtegernritter Herr Knolle im Erdis-Buch muss nicht mehr einsam und alleine in seiner Rüstung durchs Dorf Au reiten!

Ritter(innen) stehen nicht nur bei Kindern hoch im Kurs, auch viele Erwachsene haben das Mittelalter für sich entdeckt. Historisches Fechten,  Mittelaltermärkte, alte Handwerkskunst, Burgen und Festungen, Gewandungen und Rüstungen, alte Heilkunde- das Mittelalter fasziniert durch eine Palette an Spezialgebieten und manch eine(r) hat ein neues Steckenpferd gefunden!

Historisches Fechten

Historisches Fechten (HEMA/Historical European Martial Arts) in professioneller Schutzkleidung mit stumpfen Klingen

Die hohe Kunst des Schwertfechtens entwickelte sich über Jahrhunderte und wurde in Fechtschulen perfektioniert. Das Erlernen dieser Kunst ist komplex und ein körperlich anspruchsvoller Sport.

Gerichtlicher Zweikampf:

Frau gegen Mann

Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467, VS-BOOKS Torsten Verhülsdonk 1998

Und wie steht es um die ritterlichen Charaktereigenschaften, die auf christlichen Tugenden beruhen (definiert im Jahre 1200):  Demut, Würde, Güte, Höflichkeit, Tapferkeit, ein maßvolles Leben, Zurückhaltung, Freigebigkeit, dienstbare hingebungsvolle Liebe, Beständigkeit, Treue?

Die Geschichte der Ritter wäre nicht geprägt von Kriegen, Raubzügen, Fehden, Bauernaufständen und der Geringschätzung von Frauen, hätten diese Tugenden der gelebten Geisteshaltung der Ritter entsprochen.

Ein Hoch auf die Ritterlichkeit und andere erstrebenswerte Tugenden! Sehnsucht nach dem Guten, nach Wahrheit und Gerechtigkeit spornt uns durchaus an, und doch stoßen wir allzu oft an unsere eigenen Grenzen!

“ Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.

Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht;

sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“

Römer, 7,17

Krieg und Gewalt unserer Welt, spiegeln sich oft auch im Kinderspiel wider. Natürlich! Denn Kinder verarbeiten persönliche Eindrücke im Spiel!

Eine wachsame Gelassenheit ist bei Kriegs- und Ballerspielen sicher angebracht! Allzu restriktive Verbote sind oft kontraproduktiv, denn entweder wird dann provoziert, oder heimlich weitergekämpft. Eine klare Grenze muss gezogen werden, wo jemand bedrängt, angegriffen, bedroht oder verletzt wird! Darüber zu sprechen tut not, und manchmal hilft auch, das Kämpfen zum spannenden Thema zu machen: Ritter, Seeräuber u.Ä.

Gemeinsam Rüstungen und Schwerter basteln, Ritter spielen, Bücher (vor)lesen und auf Mittelaltermärkte gehen.

Oder unbeschwert und ausgelassen miteinander herumtollen!

Lachanfälle mit Bauchweh sind gesund und das Beste gegen (Lock-Down)-Blues und (Corona)-Stress!

Helle, unbeschwerte Freude, sowas können Kinder mit Opis und Omis!

@naschbaerbauch

Mittelaltermärkte

Kloster Hirsau/Calw

Burgen

Bohus Fortress

Kungälv Sweden

Burg Falkenstein, Meisdorf/Harz

Alte Handwerkskunst

Schmiede in Wernigerode

Fürs historische Fechten oder zu Dekorationszwecken kann man in einer Schmiede ein kunstvoll handgeschmiedetes (stumpfes) Schwert erwerben.

Manch ein(e) Ritter(in) kreiert sich das Schwert und die Rüstung selbst. Auch der Kettenhandschuh oder sogar ein Kettenhemd werden mit meisterhafter Hand angefertigt.

Textauszug aus dem Erdis- Buch:

Maulwurf Gregor hatte vor langer Zeit einen Maulwurfsgang von der Erdihöhle in den Hühnerstall gegraben. Die Erdis brachen auf zu den Hühnern. Das Huhn Bessi begrüßte die Gäste und erkundigte sich: „Gockockock, was führt euch in den Hühnerstall?“

Eda erklärte: Wir brauchen Hilfe von einem starken Huhn!“

„Ich, ich, icherie-ich, icherie-ich, iiich! Ich bin der Stärkste!“ krähte der Hahn.

Er hält sich wohl für einen Ritter oder sowas!

(klicke aufs Bild)
Und was sagen die Hennen dazu?

@naschbaerbauch

Buchrezension

Cornelia Funke, Kerstin Meyer  FISCHER KJB; 10. Edition 20. August 2001

Miniausgabe FISCHER Sauerländer; 1. Edition (24. Juli 2019)

Eine frech illustrierte Rittergeschichte gegen alle Geschlechterklischees von der Bestsellerautorin Cornelia Funke.
Prinzessin Violetta will auch ein Ritter sein und so reiten und kämpfen können wie ihre großen Brüder. Ihr Vater, König Wilfried, hat allerdings ganz anderes mit ihr vor. Zur Feier ihres Geburtstages wird ein Ritterturnier stattfinden. Dass der Sieger Violetta zur Frau bekommen soll, will sie unbedingt verhindern. Sie hat einen Plan und kann allen beweisen, dass auch Mädchen clevere und starke Ritter sein können und selbst entscheiden können, wen sie heiraten.
Ein Buch für starke Mädchen

Illustration for Kids

Starke Prinzessinnen, pfiffige Helden und freche Ritter(innen) gemalt von @naschbaerbauch

Das Traumklo oder der Traum vom Klo

Von |2022-09-14T18:40:29+02:00November 2nd, 2020|Kinderbuch Blog|

Endlich war es soweit:

Das Kinderbuch: „die Erdis und ein Haufen Dreck“ wurde veröffentlicht!

Stolz und erwartungsvoll suchte ich das Buch bei Amazon und musste unwillkürlich lachen!

Direkt unter unserem edlen Buch befand sich ein ekliger Scheißhaufen! Igitt!

(Scherzartikel: Fake-Poo)

Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall!

Die automatische Kategorisierung hatte den Haufen Dreck anderen Dreckhäufen zugeordnet.

Den Erdis hätte das gefallen, denn Dreck und Mist sind wertvoll bei Erdis…

Und ist es nicht so, dass was wir als Nichts erachten, uns wunderbar trägt und erhält.

Ohne Zutun der Menschen bleibt die Natur wundersam im Gleichgewicht: Ein perfektes Zusammenspiel von Werden, Wachsen, Reifen, Vergehen und Nähren.

Ein wundervoller Kreislauf aus: Ernähren, ausscheiden, zersetzen und düngen.

Alles ist gut und sinnvoll. Nichts wird verschwendet, nichts bleibt übrig und nichts wird zum Entsorgungsproblem.

„Wer stillt den Durst der ausgedörrten Erde, damit sie grünes Gras aufsprießen lässt? Rufst du den Wolken dort Befehle zu, damit sie Regen auf dich strömen lassen?

Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt? Wo kommt das Eis her, wer ist seine Mutter?

Hast du je einen Tag heraufbefohlen, der Morgenröte ihren Platz bestimmt?“ Hiob, 38

Liedempfehlung: Der du den Himmel rosafarben malst; Ulrike Pohl

https://www.scm-shop.de/fingerabdruck.html#Medien

Wir sind Teil des Ganzen und müssen mal wieder, ob‘s gerade passt oder nicht!

Kampung, Malaysia

Sitzen und Schwitzen!

Unterwegs im Wintermärchenland Lappland und ein geschütztes Plätzchen ist in Sicht!

In Finnland und Schweden gibt es bei Ferienhäusern und mitten in der Natur idyllische Plumpsklos, die sorgsam sauber und wohnlich gehalten werden.

Ich frage mich: Wie schafft man das nur?

In diesen Trockenklos bedeckt man das „Häufchen“ mit einer Schaufel Rindenmulch und wäscht die Hände an einer aufgehängten Gießkanne.

Im Winter kann es dann aber an manchen Örtchen ziemlich frostig werden.

Ausgesprochen malerisch sind Klohäuschen auf Inseln mit romantischem Ausblick auf den See, natürlich bei geöffneter Türe.

In stiller Abgeschiedenheit ganz eins sein mit der Natur –

welch ein Traum!
Eine Toilette zu haben ist ein Menschenrecht. Doch für viele Arme bleiben menschenwürdige Sanitäranlagen ein unerfüllter Traum.

Dieses Toilettenhäuschen in Finnland

direkt am Seeufer stand Pate für das Aussichtsklo auf dem Knollenberg im Buch

Offene Türe bedeutet: Das Klo ist besetzt! Geschlossene Tür bedeutet: Das Klo ist frei!

Und nochmal ein Aussichtsklo, diesmal in Norwegen 2022

„Die Skandinavier haben eine super Klöchen-Kultur! Man kommt gar nicht mehr runter, weil man dauernd dem Bach zuschauen will!“

Im Dorf Au gibt’s oben auf dem Knollenberg ein hübsches kleines Klohäuschen.

Wenn der Schäfer gewöhnlich bei einer längeren Sitzung auf seinem Aussichtsklo sitzt, singt er oft sein Lieblingslied und im ganzen Dorf kann man ihn hören!

Buchrezensionen

Pipi-Kacka-Furz- Sprache finden viele Kids toll! Vor allem auch deren prompte Wirkung! Bilderbücher helfen oft, das Thema zu versachlichen!

Manuela Olten,

Aladin Verlag 2013

Als ich noch klein war, hatte ich Windeln an. Aber Windeln sind für Babys. Jetzt bin ich schon echt groß und kann aufs Klo gehen. Ich kann sogar im Stehen Pipi machen. Aber das darf ich zu Hause nicht. Und warum gilt diese Regel dann nicht im Kaufhaus? Alles sehr verwirrend. Versteh einer die Erwachsenen…

Erfrischend unbefangen wird die normalste Sache der Welt ausführlich erörtert.

Andrea Wayne von Königslöw, Stefan Slupetzky, Parabel Verlag 2008

Ein Klo ist für Menschen gedacht – Tiere können es nicht benutzen. Die Giraffe ist viel zu groß! Die Ziege fräße das Klopapier! Und der Löwe hielte das Klo womöglich für seinen Thron …

Eine wunderbar witzige Geschichte vom stillen Örtchen, die Eltern und Kinder ins Gespräch bringt über dieses bedeutsame Thema.

Die Ziege Grete

Von |2021-05-03T15:20:01+02:00Oktober 1st, 2020|Kinderbuch Blog|

Puppenspiel mit Ziege Grete und Kater Pocky

Zum Andenken an eine Ziege!

Die Ziege Grete lebte 1940 in Meisdorf, einem Dorf im Harz. Sobald Klein-Illa groß genug war, musste sie täglich diese Ziege hüten. Illas Mama besaß keine Wiese, weshalb Grete nur das Gras am Wegesrand abweiden durfte. Illa lief den lieben langen Tag mit ihrer Grete sämtliche Wege ab, auf der Suche nach den saftigsten Kräutern. Indes Grete war zu faul, um sich nach Gräsern zu bücken.

„Sie sprang nur über Gräbelein und fraß kein einzig Blättelein, Mäh, Mäh!“ (Tischlein deck dich, Gebrüder Grimm)

Abends im Stall gab Grete nicht genug Milch fürs Abendessen. Zudem blökte sie die ganze Nacht. Da sagte die Mama ernst: „Illa, du hast die Ziege nicht richtig gehütet, sie hat noch Hunger!“ Pflichtbewusst pflückte Illa fortan Kräuter und ließ Grete daran schnuppern, bis die Ziege sich herabließ, zu fressen. Nichts schmeckte ihr! Die Ziege war Illas geschätzte und treue Gefährtin, aber sie nervte auch! Tatsächlich gierte Grete nach Äpfeln! Damals waren sogar heruntergefallene Äpfel kostbar und nicht für Ziegen bestimmt! Nur durch eine kluge List, konnte sich Grete zuweilen eine ordentliche Portion Äpfel verschaffen…

Gretes Milch nährte die kleine Familie. Sie stellten daraus auch Butter und Käse her. Illa wuchs mit Gretes Milch auf und noch heute, mit 81 Jahren, weint Illa, wenn sie sich daran erinnert, dass die damals schon alte Grete geschlachtet wurde. Zur Konfirmation des großen Bruders 1948, weil sie den Gästen in der schlechten Zeit nichts anderes anzubieten hatten. Zäh wie Schuhleder, blieb das Festmahl in ewiger Erinnerung!

Welche Wertschätzung haben wir für unsere Mitgeschöpfe und für unsere Nahrungsmittel? Früher und heute, in der Not und im Überfluss? Macht uns unser Wohlstand dankbarer, nachhaltiger und mitfühlender? Ich gedenke einer unvergesslichen Ziege und- ich bin (noch) kein Vegetarier!

Zu Ziege Gretes Lebzeiten war fotografieren eine ernste Angelegenheit: Der kleine Nachbarsjunge dachte , das tut weh und wollte nicht fotografiert werden, da wurde er verprügelt…

Welchen Wert hat wohl ein Foto mit solch einer Erinnerung?

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Ziege Grete langweilt sich

Pfützenzauber und Hinterhof-Flair

Von |2021-05-03T15:21:40+02:00September 23rd, 2020|Kinderbuch Blog|

Die Dreckspatzen

Vor langer Zeit lebte in Stuttgart eine kleine Prinzessin. Sie liebte schöne Kleider, Feinstrumpfhosen und Lackschuhe.

Sie war viel zu schön, um zu spielen.

Es hatte kräftig geregnet und ihr Weg führte an einer großen Pfütze vorbei.

Einer unglaublich tiefen und schlammigen Pfütze, der größten Pfütze von ganz Stuttgart.

Die wunderschöne Prinzessin blieb verdutzt stehen. Sie starrte fasziniert ins Schlammwasser.

Schrittweise stahl sie sich zum Rand der Pfütze und hielt kurz inne. Ihre Augen konnten sich nicht mehr von diesem Anblick lösen. Zögernd kauerte sie sich nieder und tauchte einen Finger in die Schlammbrühe. Sie kicherte, beugte sich weit vor und patschte mit flachen Händen ins Schmutzwasser. Unaufhaltsam rutschten ihre Knie durch die Matsche hinterher- Schwupps, war sie drin- und badete zufrieden grinsend, mitsamt dem Prinzessinnenkleid, der Feinstrumpfhose und den Lackschuhen in der Dreckpfütze.

Die Dreckspatzen

Eine halbe Ewigkeit später frage ich mich manchmal, was aus der Prinzessin wohl geworden ist und ob es heutzutage in Stuttgart außer Baustellen auch noch Grünflächen mit Pfützen gibt?

Digital Drawing: Girl in white dress

Scharle/ Charlotte Gill

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Erlebnisse mit Tieren

Von |2021-05-03T15:24:22+02:00September 3rd, 2020|Kinderbuch Blog|

Kinder lieben Tiere und Tiere bereichern unser Leben. Viele Tiergeschichten im Erdis- Buch sind wahr! Die wilde Katze Maria und ihre Tochter Rösli lebten 1970. Rösli war unfruchtbar und adoptierte tatsächlich Entenküken…

Rattenkarle Spitzmaus

„Rattenkarle Spitzmaus“ ist ein traditioneller schwäbischer Kinderreim aus meiner Kindheit, der das Schicksal meines jetzigen Katers Pocky beschreibt.

Rattakarle Spitzmaus

reißt dr Katz dr Schwanz ‘raus

lass ra no a Stemple stau

dass se ko spazieragau

Rattenkarle Spitzmaus

Reißt der Katz‘ den Schwanz ‚raus

Lässt ihr noch ‘nen Stummel stehn

Dass sie kann spazierengeh’n

Die Geschichte von zwei armen verwahrlosten Kätzchen:

Gerettet Dank Iulia! 
Pocky war ein halb verhungerter kleiner Streuner am Strand. Sein Schwanz war wahrscheinlich von Ratten angefressen worden.
Lucky war ein Straßenkätzchen mit einer schlimmen Augeninfektion
Pockys Schwanz musste amputiert werden und Luckys Augenlider mussten entfernt werden.
Heute sind sie wie Brüder…
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Ziege Grete mag kein Heu mehr fressen! Doch was gibt es draußen Leckeres?

Der Bär beobachtet Tiere beim Fressen.

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Ziege Grete ist verzweifelt, wo ist der Bär? Kater Pocky kann ihr leider auch nicht helfen!

Währenddessen genießt der Bär das Nachtleben im Garten…

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Der Bär erlebt ein Abenteuer mit wilden Pferden

Wo ist Wanda?

Von |2021-05-03T15:26:46+02:00August 22nd, 2020|Kinderbuch Blog|

Jeden Morgen wandert Wanda zum Fluss und badet. Ja das gibt’s echt noch, dass Leute in einem Fluss baden (können)! Leider sind solche idyllischen Stellen schwer zu finden, denn die allermeisten Flüsse sind viel zu gefährlich zum Baden und Spielen. Flache, sanft plätschernde Flüsse mit Felsen zum Balancieren und Inseln zum Verweilen eignen sich herrlich zum Plantschen, Herumspritzen und Dämme bauen. Sie sind wundervolle Plätze für Familienausflüge! Natürlich sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt an einem Bach oder Fluss spielen!

Ich hatte das Glück an der Lauter aufzuwachsen. Schon als Kind spielte ich an diesem Fluss, wie vor mir mein Vater und sein bester Freund, mein Onkel Erich. Damals spielten alle Kinder am Fluss. Onkel Erich ist mittlerweile 83 Jahre alt. Erich machte als Baby schon Bekanntschaft mit den Gefahren des Flusses, denn seine große Schwester sollte auf ihn aufpassen, spielte aber lieber mit ihrer Freundin. Sie ließ den kleinen Erich schlafend im ungesicherten Kinderwagen zurück. Wie sollte sie auch ahnen, dass ihm Gefahr drohte! Sie war ja noch ein Kind! Erich muss wohl irgendwann aufgewacht sein und im Wagen herumgezappelt haben. Vielleicht war ihm ja langweilig, wie dem kleinen Häwelmann in dem berühmten Märchen von Theodor Storm. Erich hampelte und strampelte, der Kinderwagen wackelte und kam ins Rollen, er rollte die Straße hinunter, mit Karacho die Böschung hinab und brauste schwungvoll in den Fluss hinein. Die Strömung ergriff den Kinderwagen und trieb ihn mit. Erich schaukelte in seinem Wagen wie in einem Schifflein. Sanft wiegten ihn die Wellen.

Flussabwärts blickte jemand zufällig ins Wasser und sah etwas Ungeheuerliches! Ein Kinderwagen schwamm im Strom! Der Retter watete überhastet durchs Wasser und fischte das unversehrte Baby aus dem Fluss. Eine wahre Geschichte über Leichtsinn und unglaubliches Glück! Auch heute noch spielen Kinder an diesem wunderbaren Fluss, jedoch hoffentlich niemals ohne Aufsicht von Erwachsenen!

Spielen deine Kinder auch gerne an fließenden Gewässern?

Ziege Grete und der Bär machen einen Ausflug an den Bach. Weil es regnet, hat sich Grete Gummistiefel von Lotta ausgeliehen und versprochen, gut darauf aufzupassen…

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